{"id":831,"date":"2016-02-02T14:18:13","date_gmt":"2016-02-02T14:18:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.railnation.at\/?p=831"},"modified":"2023-11-24T12:06:06","modified_gmt":"2023-11-24T10:06:06","slug":"neue-lokmodelle-baureihen-der-zweiten-epoche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rail-nation.com\/de\/neue-lokmodelle-baureihen-der-zweiten-epoche\/","title":{"rendered":"NEUE Lokmodelle &amp; Baureihen der zweiten Epoche!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-851\" src=\"http:\/\/www.railnation.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/dampflokomotiven-spiel-700x457.jpg\" alt=\"Dampflokomotiven Spiel\" \/><\/p>\n<p>In der zweiten Epoche laufen die <strong>Dampfloks<\/strong> zur H\u00f6chstform auf. Mehr Druck auf dem Kessel, mehr Achsen und raffinierte Feinheiten wie Kylchaps oder \u00d6lfeuerungen heben die Leistungsf\u00e4higkeit der Dampfr\u00f6sser auf eine neue Stufe.<br \/>\n<strong>Wir haben eure Lokw\u00fcnsche gelesen<\/strong>, in Eisenbahnarchiven gegraben und Wikipedia geklickt.<\/p>\n<p><strong>Hier sind unsere lokomophilen Highlights!<\/strong><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Fledermaus &#8211; Die LNER-Class A3 <em>Flying Scotsman<\/em><\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-852\" src=\"http:\/\/www.railnation.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Flying-Scotsman-steam-Engine.png\" alt=\"Flying Scotsman Dampflokomotive\" \/><\/p>\n<p>Die Flying Scotsman der<strong> London and North Eastern Railway<\/strong> ist eine Pacific Schnellzug-Dampflokomotive der Klasse A3 mit der Achsfolge 2&#8217;C1&#8242;. Sie war <strong>die erste britische Lok, die offiziell die 100 Meilen Grenze (161 km\/h) durchbrach.<\/strong><br \/>\nSie verf\u00fcgte \u00fcber einen \u00dcberhitzer und eine Verbrennungskammer. Durch diese Bauart wurde der Schwerpunkt der Lokomotive nach vorne verlagert und die hintere Laufachse entlastet.<br \/>\nDie von Sir Nigel Greasley konstruierte Lok hatte drei Dampfzylinder. Der Name der Lok stammt \u00fcbrigens wie bei fast allen Loks dieser Klasse von einem Rennpferd.<\/p>\n<h3>Rekorde der Flying Scotsman<\/h3>\n<p>Am 30.11.1934 fuhr sie als erste britische Lokomotive schneller als 100 Meilen in der Stunde. 1989, inzwischen ausgemustert und mehrfach \u00fcberarbeitet, legte sie bei einem Besuch in Australien ohne Zwischenhalte eine Strecke von 679 Kilometern zur\u00fcck \u2013 bis heute <strong>die l\u00e4ngste Nonstop-Fahrt einer Dampflokomotive aller Zeiten.<\/strong> In den USA war sie \u00fcbrigens auch schon mal.<\/p>\n<h2>Panther &#8211; DR Baureihe 05 \u2013 die schnellste Deutsche Dampflok alle Zeiten!<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-868\" src=\"http:\/\/www.railnation.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/dampflok-baureihe-05.png\" alt=\"Die deutsche Dampflok der Baureihe 05\" \/><\/p>\n<p>1932 wurde eine Lok f\u00fcr den schnellen Personenverkehr gefordert. Da man keine Erfahrung mit diesen Geschwindigkeiten hatte, wurden viele unterschiedliche Vorschl\u00e4ge eingereicht. Neben klassischen Dampflokomotiven mit dreifacher Kuppelachse wurden auch Dampfturbinenantriebe vorgeschlagen. Die umgesetzte Variante basierte auf der Baureihe 03, die seit 1930 gebaut wurde. Bei der 03 wurde die zugelassene H\u00f6chstgeschwindigkeit wegen der guten Laufeigenschaften von 120 km\/h auf 140 km\/h heraufgesetzt. Die <strong>Baureihe 05<\/strong> sollte im Normalbetrieb 150 km\/h fahren, zum Einfahren von Versp\u00e4tungen aber in der Lage sein, <strong>175 km\/h<\/strong> zu erreichen.<br \/>\nDie Baureihe 05 bekam f\u00fcr die Verbesserung der Laufeigenschaften jeweils ein Laufachsen-Drehgestell vor und hinter den dreifach gekoppelten Triebachsen (Bauart Hudson). Der Stehkessel wurde ohne Verbrennungskammer ausgef\u00fchrt, daf\u00fcr betrug die Rohrl\u00e4nge 7000mm. Das Triebwerk wurde als ausgeglichen laufendes Dreizylindertriebwerk ausgef\u00fchrt.<br \/>\n<strong>Die Verkleidung der Lok wurde im Windkanal entwickelt und weinrot gestrichen.<\/strong> So verschaffte man der Lok einen extravaganten Auftritt. Die Verkleidung sorgte f\u00fcr 385 zus\u00e4tzliche PS am Zughaken. Das Triebwerk unter der Verkleidung war f\u00fcr Wartungen \u00fcber Rolll\u00e4den zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Rekordfahrt der 05 002<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-855\" src=\"http:\/\/www.railnation.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/schnellste-deutsche-dampflok.png\" alt=\"Die schnellste deutsche Dampflok\" \/><\/p>\n<p>Am <strong>11. Mai 1936<\/strong> fuhr die Lok im Rahmen einer Vorf\u00fchrfahrt mit vier Waggons von Hamburg nach Berlin. Aufgrund einer Versp\u00e4tung musste der Zug die Strecke zwischen Wittenberge mit \u00fcber 180 km\/h zur\u00fccklegen. <strong>Hinter dem Bahnhof Zernitz beschleunigte man so stark, dass die Nadel des Tachometers bei 200 km\/h anschlug.<\/strong> Die genaue Geschwindigkeit musste durch Zeitmessungen errechnet werden. Da 5 Kilometer in weniger als 90 Sekunden zur\u00fcckgelegt wurden, kam man auf eine <strong>Geschwindigkeit von 200,4 km\/h<\/strong>.<br \/>\nDamit war sie die schnellste Lok der damaligen Zeit. <strong>Der Rekord hielt zwei Jahre<\/strong>, bis er von der LNER A4 Mallard \u00fcberboten wurde.<\/p>\n<h2>Schwarzb\u00e4r SNCF 232 TC &#8211; eine\u00a0europ\u00e4ische Erfolgsgeschichte<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-853\" src=\"http:\/\/www.railnation.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/franzoesische-dampflok.png\" alt=\"Die franz\u00f6sische Dampflok 232TC\" \/><\/p>\n<p>Die <strong>SNCF 232 TC<\/strong> ist eine Lok, die Karriere gemacht hat. Von der Sonderbauart f\u00fcr eine Strecke auf R\u00fcgen zu einer Lokomotive, die von Frankreich bis Vorderasien eingesetzt wurde.\u00a0Die Preu\u00dfischen Staatsbahnen ben\u00f6tigten eine leistungsstarke Lokomotive, die auch als <strong>Wendezuglokomotive<\/strong> eingesetzt werden konnte. So sollte sie auch dort eingesetzt werden k\u00f6nnen, wo an den Endstationen keine Drehscheibe vorhanden war, zum Beispiel auf R\u00fcgen.<br \/>\nUm das zu erreichen, erhielt die Lok eine symmetrische Achsfolge: Sie hatte vorne und hinten jeweils ein angelenktes Drehgestell. Ohne Schlepptender konnte sie Z\u00fcge in beide Richtungen ziehen, ohne gedreht werden zu m\u00fcssen. Bei Testfahrten stellte man fest, dass die T 18 der Preussischen P 8 in Sachen Leistung mindestens ebenb\u00fcrtig war.\u00a0<strong>Ihre hohe Zugkraft und ihre Vielseitigkeit machten sie zur idealen Lok f\u00fcr Ballungsgebiete mit vielen Haltepunkten.<\/strong> Dank ihrer hohen Leistungsf\u00e4higkeit\u00a0breitete sich die Lok \u00fcber ganz Deutschland und weit dar\u00fcber hinaus aus.<\/p>\n<p>\u00dcber Elsass Lothringen gelangten sie nach Frankreich, wo sie zuerst bei der Chemin de Fer Alsace-Lorraine eingereiht wurden und ab 1938 als 232 TC der SNCF Region 1 zugeordnet wurden. Innerhalb Deutschlands verbreitete sie sich bis W\u00fcrttemberg und Bayern.<br \/>\n<strong>Weitere Einsatzgebiete waren \u00d6sterreich, Belgien, Polen und die Tschechoslowakei<\/strong>. 8 Maschinen wurden in die T\u00fcrkei verkauft, wo sie bis 1970 auf der Bagdadbahn zwischen Konya und Bagdad eingesetzt wurden.<\/p>\n<p>Am Ende waren die Baureihe\u00a062 Jahre im Einsatz und es wurden 544 Exemplare gebaut.\u00a0Die meisten der Loks erreichten vier Jahrzehnte im Betrieb, nicht wenige blieben \u00fcber 50 Jahre im Einsatz. Bei der DB (als Baureihe 78) und der DR blieben einzelne Loks\u00a0bis zu 60 Jahre im Einsatz, da zum Ende des Dampfzeitalters keine Loks mehr entwickelt wurden, die ihr Leistungsprofil abdecken konnten.<\/p>\n<h2>Luchs &#8211; Die S\u017dD-Baureihe \u041f36 &#8211;\u00a0ein H\u00f6hepunkt sowjetischer Lokbaukunst<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-854\" src=\"http:\/\/www.railnation.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/russische-dampflok.png\" alt=\"Die russische Dampflok P36\" \/><\/p>\n<p>Die Maschinen der Baureihe P36 wurden erst in den f\u00fcnfziger Jahren konstruiert und versammelten das Know How der sowjetischen Eisenbahningenieure. So entstand\u00a0<strong>die gr\u00f6\u00dfte Europ\u00e4ische Dampflok<\/strong>. Sie ist <strong>29,8 Meter lang<\/strong> und im Betriebszustand <strong>satte 250 Tonnen schwer<\/strong>. Trotzdem lag die Achslast bei nur 18 Tonnen, womit sie auf den meisten Hauptstrecken eingesetzt werden konnte.<\/p>\n<p>Um trotzdem die geforderte Leistung von <strong>3000 PS<\/strong> zu erreichen, setzen die Ingenieure\u00a0die neueste Technologien der Zeit ein:<\/p>\n<ul>\n<li>geschwei\u00dfter Kessel<\/li>\n<li>Stoker zur\u00a0automatischen Befeuerung<\/li>\n<li>gegossener Rahmen<\/li>\n<li>kugelgelagerte R\u00e4der an der Lok und dem Tender<\/li>\n<li>Saugzuganlage<\/li>\n<li>Boxpok Rads\u00e4tze<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der <strong>Tender<\/strong> wurde f\u00fcr den Einsatz auf den langen Strecken Russlands gro\u00dfz\u00fcgig bemessen. Er kommt allein auf knapp <strong>13 Meter L\u00e4nge<\/strong> und fasst <strong>24 Tonnen Kohle und 50 Tonnen Wasser<\/strong>.<\/p>\n<p>Bald wurde die Lok auf allen Hauptstrecken Russlands eingesetzt und\u00a0erm\u00f6glichte es, wesentlich schnellere und l\u00e4ngere Z\u00fcge einzusetzen. So wurde auf der Strecke\u00a0Moskau Leningrad die Durchschnittsgeschwindigkeit von 58 auf 69 km\/h erh\u00f6ht, was eine Ersparnis von 1:45h einbrachte.<\/p>\n<p>Die Lokomotive bekam bald die Konkurrenz der neuen Dieselloks zu sp\u00fcren, doch auf den klimatisch extrem anspruchsvollen Strecken wie der<strong> Transsibirischen Eisenbahn<\/strong> oder der <strong>Trans Baikal-Eisenbahn<\/strong> bew\u00e4hrte sich die Lok bis in die Mitte der Siebziger Jahre.<\/p>\n<p>Bis heute ist die elegante Erscheinung eine <strong>Ikone der Sowjetischen Eisenbahnen<\/strong>. Sie zierte zahlreiche Briefmarken in Ungarn, dem Jemen, \u00a0der Mongolei und einigen Afrikanischen L\u00e4ndern, jedoch nie in Russland selbst.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>Die\u00a0neuen Baureihen f\u00fcr Eber, Elefant und die runderneuerte Fracht-Bonuslok gibt es n\u00e4chste Woche.<\/p>\n<p>Obendrauf\u00a0gibt es noch den chinesischen Luchs.<\/p>\n<p><strong>Jetzt aber ran an die Loks!<\/strong><\/p>\n<p>Viel Spa\u00df im Spiel w\u00fcnscht HarrT!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der zweiten Epoche laufen die Dampfloks zur H\u00f6chstform auf. 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